Jahr
2025
Das Bauteil des Endkunden wurde in der ersten Betrachtung fertigungstechnisch als nicht herstellbar bewertet. Unser Kunde wiederum stand somit insbesondere im Bereich der Automation vor einer anspruchsvollen Aufgabe. Die hohe Anzahl an Einlegeteilen – 85 an der Zahl – mussten prozesssicher und automatisiert in das Werkzeug eingelegt werden. Diese komplexe Aufgabe forderte eine völlig neue Herangehensweise an die Automatisierungslösung – sowohl konzeptionell als auch technologisch. Je Zyklus sollten 4 Bauteile gespritzt und somit in Summe 340 Einzelteile gehandelt werden. Eine Aufgabe, die nur in einem ausgeklügelten Gesamtkonzept funktionieren kann.
Eine Highend-Automatisierungslösung mit einem durchdachten Anlagenlayout, das die verschiedenen Prozessschritte reibungslos miteinander verkettet und so eine zuverlässige Fertigung sowie Qualitätssicherung ermöglicht.
Im Aufbereitungsbereich sind insgesamt elf Aufbereitungszellen im Einsatz – verbunden durch ein Werkstückträger-System. Das Grundprinzip ist bei allen ähnlich: Kontakte werden freigestanzt, mit einem Linearhandling oder einem Roboter entnommen und auf dem Werkstückträger abgelegt. Dabei werden die technischen Feinheiten, wie zusätzliche Zwischenschritte, individuell berücksichtigt. Eine Pufferstrecke vor dem Spritzgussbereich sorgt dafür, dass der sensible Spritzprozess weiterlaufen kann, selbst wenn ein manueller Eingriff an einer der Aufbereitungszellen notwendig ist. An der Spritzgussmaschine übernehmen zwei leistungsstarke Sechs-Achs-Roboter die Zuführung in das Werkzeug sowie die Entnahme der Fertigteile.
Im modularen, separat gestalteten End-of-Line-Bereich durchlaufen die Fertigteile nach der händischen Teileeingabe eine umfassende Qualitätskontrolle. Der Produkttransport zwischen den einzelnen Prüfstationen erfolgt über ein XTS-System. Schlechtteile werden automatisiert aussortiert, Gutteile in Trays verpackt.
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